Über den Zusammenhang von Maskulismus und Libertarismus

Über ‚Die Söhne von Perseus‘ bin ich auf einen Text aufmerksam geworden, der die Verbindung von Maskulismus und Libertarismus thematisiert, gestoßen. Der Autor verneint die Frage, ob es eine Schnittmenge zwischen den Zielen beider Ideologien gebe. Es sei „vollkommen irrelevant welches Geschlecht nun mehr unter diesem System zu leiden hat“. Ich teile diese Ansicht nicht, es gibt zwischen Maskulismus und Libertarismus zahlreiche personale und inhaltliche Parallelen.

Die personalen Parallelen bestehen in dem Umstand, dass überdurchschnittlich viele Libertäre Maskulisten sind und vermutlich auch umgekehrt und dass die meisten Libertären und Maskulisten zumindest von der jeweiligen anderen Position Kenntnis haben, was ansonsten eher die Ausnahme ist. Meines Erachtens lässt sich dieser Umstand auf einen ähnlichen Charakter und ähnliche Biographie der Anhänger beider Anschauungen zurückführen. Beide neigen dazu nonkonformistische Ansichten in Erwägung zuziehen, bringen die Fähigkeit mit in verschiedenen Vorkommnissen Zusammenhänge zu entdecken und sind bereit aus diesen Konsequenzen zu ziehen. Viele Maskulisten sind auf Grund einer Lebenskrise mit maskulistischen Ideen in Berührung gekommen. Ich vermute aus meinen Erfahrungen heraus das Libertäre dazu neigen in diese Art von Krisen zu geraten.

Inhaltliche Parallelen verdanken sich zunächst dem wechselseitigen Verhältnis von Theorie und Empirie: Die Missstände, die der Maskulismus entdeckt und anprangert, entsprechen genau denen, die ein Libertärer in einem Staatwesen wie dem unsrigen erwartet: Interessensgruppen gelingt es den Staat ideologisch zu beeinflussen, so dass dieser zum einen die Ideologie fördert und vor Kritik schützt, zum anderen der Interessensgruppe auf Kosten von anderen Vorteile gewährt. Die Geschichte des Feminismus ist eine hervorragende Demonstration der Etatismustheorie. Bekämpft der Libertarismus alle Arten von Kollektivismus mit axiomatisch-prinzipiellen Ansätzen, bekämpft der Maskulismus die von Politik und Feminismus konstruierten Geschlechtsbilder mittels empirischer Faktenberge. Daher ist es für einen Libertären oder Maskulisten äußerst nützlich die Ideen und Entdeckungen des anderen zu kennen. Neben den Parallelen die die Realitätsbeschreibung beider Bewegungen berühren finden sich auch welche auf der Ebene der Ideale: Für beide Ideen spielt die Eigenverantwortung eine zentrale Rolle: im Libertarismus hat der Einzelne allumfassende Eigenverantwortung, der Maskulimus ist die Gegenbewegung zu den Versuchen Frauen aus jeder Art von Eigenverantwortung zu entheben.

An dieser Stelle schließe ich den Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es sollte deutlich geworden sein, dass Maskulismus und Libertarismus so viele Berührungspunkte aufweisen, dass es sich lohnt darüber zu spekulieren, ob beides nur verschiedene Aspekte einer Seite einer tieferen Polarität sind. Zuletzt eine Wahrung: die Parallelen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass man für ein Bekenntnis zum Maskulismus oder Libertarismus eine große innere Hürde, die Aufgabe gewohnter Denkmuster und Wertvorstellungen, überwinden muss, sodass die meisten Anhänger einer der beiden Ideen der jeweils anderen eher skeptisch bis feindselig gegenüber stehen.

4 Antworten to “Über den Zusammenhang von Maskulismus und Libertarismus”

  1. Manifold Says:

    Guter Text!

    Dem Maskulismus und der Libertarismus ist gemeinsam, dass sie die Freiheit und Eigenverantwortung des Individuums staatlichen Zwängereien und Umerziehungsversuchen bevorzugen. Beide wehren sich gegen eine übertriebene Einmischung des Staates in das Leben der Menschen.

    Während sich der Libertarismus umfassend und in allen politischen Bereichen gegen diese überbordende Zugriffsversuche wehrt, fokussiert sich der Maskulismus auf das Geschlechterverhältnis.

    Dabei kritisiert er nicht zuletzt die feministische Einseitigkeit der Gesetzgebung und Privilegierung aufgrund des Geschlechts. Denn diese verzerren die Eigenverantwortung und reduzieren die Freiheit der Bürger.

    Gruss,
    Manifold

  2. wolf dustmann Says:

    Wer sucht der Findet.Leider ist die Fem.Bewegung in Europa so intensiv
    und weibisch geschickt eingefädelt, daß wir Männer kaum noch Chanchen haben, aus diesem Dilemma rauszukommen, zumal man das Gefühl hat,
    daß männlichen Politikern in Europa die Männlichkeit genommen wurde und diese wie Hunde den Feministinnen die Hände abschlabbern. Was Sex angeht, so regeln die Fems das unter sich, oder?? Was Politik angeht, so wäre für mich ein typ.Beispiel Herr Zu Guttenberg. Ein absolut maskuliner und fähiger junger Politiker, der sich jedoch von seiner Politmama, die Kanzlerin anscheinend total unterbuttern lassen muß. Diese Afgahnist. Geschichte, leider für Kinder , Männer und Frau zivil. eine absolut tragische Sache. Das ist unseremFemis jedoch absolut scheißegal,um es mal auf den Punkt zu bringen.
    Nun ja Männer erhoffen sich Hilfe, wenn Sie evtl. vom Weibe geschlagen werden , bei Herrn Maximilian Pütz, nun er kann an der vorhandenen tragischen Substanz wenig ändern, außer, daßer Männern empfiehlt, jeden Tag das geliebte Weib auf den Knien um Vergebung zu bitten, daß er ein Mann ist und sich aber bessern will.
    Klartext ist die einzige Sprache die diese Coleur Weiber, die Männer und Frauen entgegen jeglichem Naturgesetz entfremden, die Homsexualität
    immens fördern, ist ja toll, so daß selbst die Kirchen, die ja auch schon von Feministinnen geführt werden( Göhring-Eckhard etc….)!!
    Nun ja ,da streiten sich diese Weiber,ob ein evtl. existenter kleiner lieber Gott, nicht doch wohl weiblich sei.
    Der Gott auf den ich baue ist Geist und zwar in vollendeter für uns unbeschreiblicher und ungebreiflicher Form. Vor allen Dingen aber
    der Geist der Wahrheit und der Erkenntnis und der Geist der Stärke,Macht Gerechtigkeit. Langsam üpbergehend zum Zorn ,jedoch überströmend an Liebe! Also weder Mann noch Frau.
    Was haltet Ihr von einem neuen System der Dinge, oder wird dieses System in einhundermillionen Jahren noch existent sein.

  3. Christian - Alles Evolution Says:

    ich denke, dass einige in diesem bereich liberal sind, andere eben konservativ oder was auch immer.
    Die Schnittmenge ist sicherlich in vielen Bereichen vorhanden, insbesondere im Bereich, wo es um Quoten für Frauen und andere staatliche Maßnahmen geht.

  4. Ezra Says:

    Es kann keine Freiheit mit Frauen geben. Die wollen das Matriarchat einführen, was daraus wird sieht mann ja. Quote, Männerfeindschaft, Homosex und anderes Graunvolles. Oh Jesus!

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