Wider den Konservativismus

In einem der letzten Beiträge habe ich die Möglichkeit eines Wandels der Politischen Kultur untersucht. Die Möglichkeit diesen Wandels macht es notwendig, sich mit anderen Weltanschauungen zu beschäftigen, die von diesem Wandel ebenfalls profitieren können. In diesem Beitrag soll die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Konservativismus geführt werden.

Wichtig ist es zu festzuhalten, dass Konservativismus nicht einfach im Beharren auf dem Status quo besteht. Der Konservativismus ist nach eigenem Selbstverständnis die Weltanschauung derer, „die die Notwendigkeit von Strukturen erkennen, und die deshalb nicht bereit sind, vorhandene Strkturen zu opfern, ohne etwas Besseres vorweisen zu können.“ Dieses Verständnis wäre eine reine Leerformel, wenn es nicht mit ganz bestimmten Beurteilungen einhergehen würde, denn Linke nehmen für sich in Anspruch Besseres vorweisen zu können, während Liberale die Bewertung der Strukturen, dem Einzelnen überlassen. Diese Beurteilungen besteht zum ersten darin, dass Strukturen für instabil gehalten werden und zu verfallen drohen, wenn nicht Maßnahmen unternommen werden sie zu erhalten. Zum weiteren darin, dass es nicht möglich sei, mit Hilfe des Verstandes geeignete Strukturen zu finden, sondern man auf die vorgefundenen, in der Praxis bewährten zurückgreifen müsse. In diesem Punkt deckt sich die liberale Position mit der konservativen: Auch Liberale gehen davon aus, dass es unmöglich ist lebensfähige Strukturen auf dem Reisbrett zu entwerfen, da den Planern die dazu notwendigen Informationen nicht zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Konservativen halten Liberale die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen sich Strukturen bilden können, für rational lösbar. Dieser Ansatz wird von Konservativen als Konstruktivismus missverstanden, die daher Liberale als Derivat der Linken einordnen.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Liberalen und Konservativen besteht in der Beurteilung des Fortschritts. Dieser wird von Liberalen als notwendig angesehen und begrüßt, da er zum einen Anpassungen an Veränderungen erst ermöglicht, zum anderen Hoffnung darauf verheißt, bestehende Probleme lösen zu können. Konservative können sich der Notwendigkeit von Anpassungen zwar nicht verschließen und gestehen in der Regel ein, dass überlieferte Strukturen dysfunktional werden können, bleiben ihn gegenüber jedoch skeptisch. Die wesentlichen Probleme würden von ihm nicht berührt, die mit ihm einhergehenden Veränderungen werden als Bedrohung wahrgenommen. Der Konservative tendiert statt zu einem linearen Geschichtsverständnis zu einem zyklischen.

Der Konservativismus erhebt den Anspruch, dass seine Ideen mit den historischen Erfahrungen übereinstimmen und verzichtet weitgehend auf Theoriebildung, die über eine Beschreibung des Gegebenen hinausgehen. Meines Erachtens führt dieser Theorieverzicht zu einer Blindheit bezüglich der Unzulänglichkeiten der Konservativen Position. Um das Gegebene beschreiben zu können ist auch der Konservativismus auf Begriffsbildung angewiesen, um dessen Komplexität zu reduzieren. In Prinzip ist es möglich die Reduktion auf eine Weise vorzunehmen, die Widersprüche zu konservativen Ideen eliminiert und somit die konservative Position gegen Kritik immunisiert.

Wegen dem Verzicht auf rationale Erklärung fehlen oft Methoden, um zu beurteilen, ob sich eine Institution überhaupt bewährt hat. Dies führt dazu, dass in einigen Fragen die konservative Position unbestimmt ist: Konservative können Demokratie und Nationalstaat sowohl ablehnend gegenüberstehen, als auch für unverzichtbar halten. Gewöhnlich gehen sie davon aus, dass der Nationalstaat sich gebildet hätte, um Schutz vor äußeren Bedrohungen zu gewährleisten. Dies jedoch ist fraglich, da die Status quo Bias eines Machtgefüges dazu führt, dass Kleinstaaten auf die Unterstützung von Großmächten zählen können, wenn sie von andern Großmächten bedroht werden. (Carl von Clausewitz, Vom Kriege sechstes Buch, sechstes Kapitel). Die Dynamik, die zur Bildung von Nationalstaaten geführt hat, ist auf die Tendenz zurückzuführen, dass im inneren Kampf Macht zunehmend auf zentrale Gebilde verlagert wird. Nachdem diese Tendenz die Nationalstaaten erzeugt hatte, widerholte sich der Prozess auf höherer Ebene, was zur Idee des Staatenbundes und eines vereinten Europas führte. Auf solche Überlegungen muss der Konservativismus aufgrund seines antirationalen Selbstverständnisses verzichten. (Was Konservative natürlich nicht hindert solche Argumente aus anderen Denkschulen zu entleihen.)

Eine Grundtendenz des Konservativismus ist es in aggregierten Begriffen, wie Kultur, Staat u.a., zu denken. Die Möglichkeit solche Aggregate auf ihre Bestanteile zu reduzieren wird nicht in Erwägung gezogen, wenn dies zur Beschreibung der Interaktionen zwischen ihnen nicht notwendig ist. Die Identifikation von Institutionen als bewährt, ist daher oft ein sehr viel Schwächeres Argument als es sich Konservative vorstellen. Der Begriff Ehe fasst sehr verschiedene Verhältnisse zusammen, die von dem Rechtsverhältnis über die sozialen Erwartungen bis hin zur Ausgestaltung des Zusammenlebens reicht. All diese Elemente haben sich im Lauf der Zeit stark verändert. Von der Ehe als bewährte Institution zu sprechen verdeckt jedoch diese Veränderungen, es ist nicht auszuschließen, dass durch die Veränderungen, das was sich bewährt hat, schon verlorengegangen ist.

Pluralismus wird als unnötiges Detail meist ausgeblendet. Konservative haben an Phänomene, die durch Pluralismus hervorgerufen werden, nur geringes Interesse. Sie betonen stattdessen das Ganze und das zum Teil soweit, dass sie diesem zubilligen selbst Träger von Rechten zu sein. Aus diesem Gedanken können die Verneinung des Parteienstaates und Sympathie für Sozialismus abgeleitet werden. Solches Denken befindet sich immer in Gegnerschaft zum Liberalismus, das Ganze ist immer eine Abstraktion ohne eigene Existenz, dem als solche auch keine Rechte zu Teil werden können. Zudem ist es ohne Zugang zum Pluralismus nicht möglich den Wert der Freiheit zu erkennen.

Die konservative Einschätzung, dass Strukturen instabil sind, geht mit der Auffassung einher, die es dem Einzelnen nicht zutraut funktionierende Strukturen aufzubauen. Ganz anders der liberale Ansatz, hier werden Strukturen immer durch Einzelne gebildet. Sie müssen jedes Mal aufs Neue beweisen, dass sie den Bedürfnissen des Einzelnen angemessen sind. Die Einzelnen werden dabei in erster Linie die eigenen Erfahrungen zurate ziehen, dann erst Tradition und rationale Überlegungen. Aus dieser Betrachtungsweise heraus wird die Stabilität von Institutionen weit großer eingeschätzt als von Konservativen, die anonymen Kräfte der Selbstorganisation verleihen funktionierenden Institutionen Dauer. Konservative glauben nicht an Selbstorganisation, daher sind es für sie ein Korsett von Maßnahmen, von gesellschaftlicher Ächtung bis zum Strafrecht, das den Institutionen die Stabilität gewährt. Aus liberaler Sicht ist ein solches Korsett eine Anmaßung von Wissen. Der Einzelne ist besser als alle anderen dazu geeignet zu entscheiden, ob die Institutionen, den er sich unterwirft, seiner Situation noch angemessen sind und muss daher die Fähigkeit haben sich Institutionen zu verweigern, für die dies verneint wird. Maßnahmen, die Strukturen künstlich aufrecht zu erhalten, würden die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft reduzieren. Für Fragen bei den nicht zu erwarten ist das funktionierende Institutionen in annehmbarer Zeit bilden, übernehmen Liberale die konservative Denkweise, das betrifft vor allem den Rechtsstaat. Mischpositionen zwischen beiden Weltanschauungen sind möglich und existieren in vielen Varianten.

Im Konservativen Denken werden funktionierende Institutionen, nicht durch Selbstorganisation geschaffen, sondern zu allererst von Ausnahepersönlichkeiten oder einer natürlichen Elite. Der Glaube an eine natürliche Elite ist oft mit der Vorstellung verbunden, dass deren Herrschaft institutionell abgesichert werden muss. Daraus ergibt sich eine Präferenz für autoritäre Staatsmodele und gegen begrenzte Herrschaft. Die liberale Kritik an dem Konzept der natürlichen Elite besteht in der Feststellung, dass sich eine natürliche Elite beweisen muss ohne durch besondere Institutionen abgesichert ist. Die Kritik an unbegrenzter Herrschaft liegt auf der Hand.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die Konservative Position eine Vielzahl von Fallstricken aufweist, die tendenziell zu einer gefährlichen Agenda führen können. Der Liberalismus kann die Argumente zur Verfügung stellen, die zum Vermeiden dieser Fallen notwendig sind. Ob dies von konservativer Seite angenommen wird hängt nicht zu letzt davon ab, ob es möglich ist die Argumente in einer Form vorzubringen, die mit dem konservativen Denken kompatibel ist.

32 Antworten to “Wider den Konservativismus”

  1. Rayson Says:

    Es gibt da noch einen etwas älteren Text, der liberales von konservativem Denken abgrenzt: Hayeks „Why I Am Not a Conservative“

  2. Michel Says:

    @Rayson: Den Text habe ich mir zur Vorbereitung auf diesen Artikel auch durchgelesen, war aber mit einigen Punkten nicht ganz einverstanden. Hayek reduziert den Konservativismus m.E. zu sehr auf das Beharren, das mit den Konservativismus auch ein Geflecht sich gegenseitig begünstigender Einschätzungen anderer Art einhergeht, geht etwas verloren.

  3. CK Says:

    @Rayson: Einer meiner absoluten Lieblingstexte, habe ich dem Manfred sogar selber per Mail vor ein paar Tagen zugeschickt.

    @Michel: Wie kommst Du egtl. darauf, dass ich wenig Erfahrung mit Konservativen und kaum Ahnung vom Konservativismus habe ? Nur, weil ich in der Diskussion mit Manfred weniger theoretisch, sondern mehr praktisch argumentiert habe ? Trotzdem Gratulation zu diesem Artikel !

  4. Dox Says:

    „Der Unterschied zwischen Liberalen und Konservativen besteht in der Beurteilung des Fortschritts… Liberale sehen ihn als notwendig an.“

    Nein, Liberale sehen ihn als UNUMGÄNGLICH an, weil technischer Fortschritt, und nur das ist FORTSCHRITT, gar nicht aufzuhalten ist. Wer sich ihm entgegenstellt wie etwa der engstirnige Islam oder das verträumte Christentum, wird überrannt. Derjenige mit dem größten technischen Fortschritt, ist der Wohlhabendere, Freiere und Innovativere.

  5. Dirk F. Says:

    Dox:
    Es wirkt auf mich, als ob Du unter Fortschritt zwei Dinge vermengst, nämlich Evolution und Fortschritt. Evolution, die Entwicklung der Dinge, ist unumgänglich. Die Beurteilung der Entwicklung kann entweder zur Einordnung als Fortschritt oder als Rückschritt erfolgen. Ein Weltstaat wäre aus liberaler Sicht ein eindeutiger Rückschritt, ebenso die verstärkte Verzahnung von Kirche und Staat.

    Außerdem ist aus liberaler Sicht, die ja meist auf einem gesunden ökonomischen Verständnis fußt, technologischer Rückschritt sehr wohl möglich: Kapitalverzehr führt zum Vergessen oder der Unmöglichkeit der Umsetzung von einstmals erlangtem technologischen Innovationen. Stell Dir den GAU vor, einen Krieg, in dem sämtliche PCs und Netzinfrastruktur vernichtet werden. Mit dem Wissen um Textverarbeitung, E-Malen und vernetztes Arbeiten kann man nichts mehr anfangen. Es wird mangels Anwendung mindestens teilweise in Vergessenheit geraten.

    Dein letzter Satz ist mE, entschuldige bitte, ein wenig naiv. Es gibt doch reichlich Dystopien, die eine unfreie, technologisch aber fortgeschrittene Welt beschreiben (1984, Gattaca, Brave New World).

  6. Michel Says:

    @CK: Wenig Ahnung werfe ich dir gar nicht vor. Aber es sind zweierlei Dinge ob man sich der Sterken und Schwächen einer Weltanschauung bewusst ist und ob man erfolgreich mit deren Anhängern umgehen kann. Bei eurer Diskussion hatte ich den Eindruck, dass ihr stark aneinander vorbeigeredet und kaum auf die Eigenarten des Denkens des Anderen Rücksicht genommen habt. Gerade Manfreds Letzter Post in der Debatte bestärkt mich in dieser Ansicht. Wobei ich bei dir die Latte auch höher ansetzen muss als bei Manfred.

    @Dox: Der Einschränkung von Fortschritt auf technischen Fortschritt stimme ich nicht zu. Es gibt auch institutionelle Fortschritte, wie den Rechtsstaat oder die Börse. Bei vielen Fortschritten, die die Organisation von Vorgängen betrifft, wird man kaum von technischem Charakter sprechen können. Wo ich dir hingegen zustimme ist, dass freiheitliche Gesellschaften dank ihrer Fortschrittlichkeit unfreien überlegen sein werden.

    @Dirk F: Any Rand hat soweit ich weis den Gedanken vertreten, dass unfreie Gesellschaften so gut wie keine kreativen Leistungen erbringen können. Bestenfalls können sie auf Schwerpunkten mithalten, wie die Sowjet Union in der Raketen- und Nukleartechnik mit dem Fortschritt auf breiter Font ist es jedoch vorbei.

  7. Markus Says:

    Bemerkenswert ist aber, daß es auch die konservativen Parteien sind, die die wirtschaftliche Globalisierung mit vorangetrieben haben. Offenbar ist konservatives Denken mit dem liberalen Fortschrittscredo nicht gänzlich unvereinbar. Vielleicht läßt sich der Konservativismus aber auch deshalb so leicht in Dienst der kapitalistischen Wirtschaftsentwicklung nehmen, weil konservative Kulturkritik meist den Einzelnen für empfundene Fehlleistungen verantwortlich macht und in dem Punkt der Betonung des eigenverantwortlichen Individuums mit dem Liberalismus kompatibel ist.

    Allerdings gab es einst auch konservative Wirtschaftskritik sowie sozialverantwortlichen Liberalismus.

  8. CK Says:

    @Michel: Ja, das mag schon stimmen, teilweise habe ich auch dem Manfred nicht ganz folgen können.

    Ich finde, er widerspricht sich selber auch massive. Er sagt, dass er niemanden zwingen will, eine traditionelle Familie zu gründen, hat aber andrerseits etwas dagegen, wenn Menschen sich alternative Bindungsmodelle auswählen (weil Experimente gefährden unsere Kinder). Bspw. mit Hausmann und berufstätiger Frau oder zwei homosexuellen Elternteilen. Oder oder. Entweder ist er nun konsequent und sagt, der Stadt solle sein Modell vorschreiben (womit dann aber keine Chance mehr darauf besteht, jemals ein etwaiges besseres Modell zu entdecken und er dann im Grunde das macht, was er linken Planwirten vorwirft, nämlich Anderen ein bestimmtes Modell aufzuzwingen) oder er ist eben auf meiner Seite der spontanen Selbstorganisation, was er aber nicht sein will, da dies „links“ ist.

    Im übrigen ist peinlich wie auf dem selben Blog gerade gegen Homosexuelle gehetzt wird. Anscheinend wollen alle, die nicht konservativ leben wollen, die Gesellschaft zersetzen. Haben mehr mit vielen Moslems gemeinsam als ihnen sicher lieb ist ;-)

  9. Michel Says:

    @Markus: Ich denke eher weil die konservativen kein Zugang zu wirtschaftlichen Fragen haben, wurden sie von den Liberalen da ganz ordentlich mitgeschleift. Es gab auch konservative Ansätze zur Wirtschaft, in Deutschland die sogenannte ‚historische Schule der Nationalökonomie‘, aber die waren kaum wissenschaftlich konkurrenzfähig. Wenn Konservative nicht die liberale Position in Wirtschaftsfragen übernehmen, können sie sogar ausgesprochen Antikapitalistisch sein.

    @CK: Wie es aussieht ist mein Versuch die Debatte zu suchen auch gescheitert, das nächste Mal müssen wir wohl ein Krypto-Liberalen einschleusen.
    Der Widerspruch kommt m.E. zustande, weil Konservative immer die Kultur als ein Ganzes Denken und mit der Idee des Pluralismus nicht viel anfangen können. Sie denken einfach nicht auf der Ebene, auf der Entschieden wird, ob ein Modell vorgeschrieben wird. Sie meinen das Modell, das für den Erhalt der Gesellschaft notwendig ist, gefunden zu haben und hören an dieser Stelle auf die eigene Position weiterzuentwickeln, machen sich keine Gedanken wie der Umgang mit Alternativen in das Modell zu integrieren ist usw.
    Hetze gegen Homosexuelle ist mir dort noch nicht aufgefallen, aber ich lese auch selten im Kommentarbereich.

  10. Dox Says:

    Michel,

    alle institutienelle Fortschritte wie Republik und Börse beruhen auf technischen Entwicklungen. Es ist der technische Fortschritt, dem die Institutionen folgen. Unser Internet hier krempelt die Welt gerade völlig um. Und zwar zum Guten.

    Übrigens gefällt mir das Motto deines Blogs. Es besteht nämlich kein Grund zum Trübsinn.

  11. CK Says:

    @Dox: Wie kommt Manfred egtl. darauf Du seist ein Faschist ???

    @Michel: Auf so Leute wie uns reagiert der Manfred halt allergisch.

    Ich glaub die Konservativen machen auch teilweise Träumerei-Fehler. Die heile, traditionelle Familie gibt es doch egtl. auch erst seit den 50ern oder so, vorher mussten Kinder auf dem Feld mitarbeiten, wurden teilweise von älteren Geschwistern erzogen und die Eltern hatten auch kaum Zeit für die Kinder. Wie mich überhaupt das „Früher war alles besser“ bei vielen Konservativen ankotzt.

    Und wie Du richtig erkannt hast, haben sie Probleme mit dem Pluralismus, aber gerade der macht eine offene Gesellschaft (die doch anscheinend auf dem Blog verteidigt werden soll) egtl. aus !!!

    Alternative sollen sich halt verstecken. Siehe dazu die Ausführungen zu den Homosexuellen aus einem katholischen Revolverblatt. Auch die durchaus noch berechtigte Kritik am Gender Mainstreaming wird von diesem Thatcher zum Sexismus gegen Frauen missbraucht.

    Schön übrigens dass Du einen eigenen Blog hast. Meiner folgt hoffentlich bald.

  12. Dox Says:

    @ CK

    dass ich ein Faschist sei, hat er nicht gesagt. Er hat mich aus seinem Blog ausgeschlossenen, weil ich ihn angeblich persönlich verunglimpft hätte. Auch das ist gelogen. Wahr ist lediglich, dass ich das Christentum als linke Almosen-Organisation bezeichnet habe. Und das nimmt halt jemand persönlich, der gerade zum Katholizismus konvertiert ist.

  13. Rayson Says:

    Ich würde mal sagen, das nähme auch jemand persönlich, der Evangele geblieben wäre. Noch zählen die nämlich zu den Christen, obwohl ich Zweifel daran durchaus nachvollziehen kann ;-)

  14. CK Says:

    @Dox: Also, zunächst zur Klarstellung: Ich habe Dox nicht wegen seiner faschistischen Ansichten rausgeschmissen, sondern weil er trotz wiederholter eindringlicher Warnungen seiner Neigung zum persönlichen Tiefschlag wieder einmal nicht widerstehen konnte. (Zitat)

    Fand ich schon sehr heftig. Zumal wenn man liest was andere Kommentatoren dort von sich geben.

  15. Dox Says:

    Ach, mit den meisten Christen inklusive Papst habe ich kein Problem und diese nicht mit mir. Selbst dann nicht, wenn ich ihnen sage, dass ihre Institutionen nichts zu wachsendem technischen Fortschritt und Wohlstand beigetragen haben. Darauf erhält man sogar die Antwort, dass sie stolz sind, nichts beigetragenzu haben. Wachstum, Fortschritt, Reichtum stehen auf dem christlichen Index. Wie sagte doch Jesus: „Eher kommt eine Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel.“ So sind sie halt und ich kann damit leben.
    Die Eiferer sind es, die ich verabscheue, weil sie boshaft und verleumderisch reagieren.

    Aber nun zurück zu Michel und seinen Themen.

  16. Markus Says:

    @ Michel

    Sicherlich, weil dort immer vor dem „schnöden Mammon“ gewarnt wird.

    Ob man wieder mehr auf die konservativen Bedenkenträger hören sollte?

  17. Dox Says:

    @ CK

    Das hatte ich noch gar nicht gelesen. Ich hatte nur bemerkt, dass er meinen Kommentar gelöscht hat. Nun, es ist wirklich eine große Gemeinheit, mir faschistische Ansichten zu unterstellen. Der neue Christ fängt ja gut an. Von „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten“ kann er noch nichts gehört haben. Der arme Papst. Erst Williamson und jetzt Manfred.

  18. Dox Says:

    @ Marcus,

    auf Bedenkenträger sollte man prinzipiell nicht hören. Wer trägt schon Bedenken mit sich rum? Jeder Mensch mit Verstand spricht seine wichtigen Gedanken aus und streitet mit überzeugenden Argumenten für seine Ansichten. Und falls er die Argumente nicht hat, sondern nur so ein mulmiges Gefühl, dann hält er einfach mal die Klappe.

  19. Rayson Says:

    Du fängst ja schon wieder an, Dox. Neu-Katholik ist nicht Neu-Christ. Aber ich habe sowieso den Eindruck, als hättest du dein Wissen über Christen irgendwo auf dem Grabbeltisch erworben.

  20. CK Says:

    @Dox: Schade dass ich diesen Kommentar nicht lesen konnte, hätte gerne gewusst was drin stand. ;-)

    Was mir bei Dir bis jetzt gut gefällt ist aber schonmal Deine klare pro-israelische und pro-kapitalistische Haltung. Beides schonmal gegen den Mainstream :-)

  21. Dox Says:

    @ Rayson

    Wenn jemand bisher weder Katholik noch Protestant war und nun eines von beiden wird, ist er ein Neuer in der Religionsgemeinschaft. Kannst du deinen Eindruck, dass mein Wissen über Christen vom Grabbeltisch stammt, mit Argumenten zu belegen?

    Falls du Christ bist und dir dein Glauben lieb ist, solltest du besser keinen Streit mit mir anfangen. Ich kann Manfreds ausrasten lassen, die soeben noch über Toleranz geschwafelt haben.

    Michel,

    ich war eben noch mal auf Manfreds Blog, um nachzulesen, was er über mich geschrieben hat. Dabei fand ich euren Disput. Der Ärmste scheint durchzudrehen. Mach dir nichts draus. Er versteht nichts von Wirtschaft. Linke und Wirtschaftsliberale gleichzusetzen sagt alles über seinen geistigen Horizont. Er endet genau dort, wo jegliche Diskussion und erst recht jene über Islam versus Freiheit substantiell wird.

  22. Dox Says:

    @ Rayson

    war eben auf eurem Blog. „Bissige Liberale ohne Gnade“, das nenne ich ein Programm!

    Ich glaube, ich bin hier Zuhause.

  23. Dox Says:

    Was ist denn hier los? Wie ausgestorben…! Ist Michel etwa ein Phantom?

  24. Markus Says:

    @ Dox

    Ja,ja, „Klappe halten“. – Und vor den „Bissigen Liberalen“ kann ich nur warnen, denn wenn Rayson richtig in Fahrt kommt, dann streicht er einem doch glatt den Link zu den Webseiten von Joachim Jahnke aus dem abgegebenen Statement. Warum nur, frage ich mich? ;-)

    http://www.jjahnke.net/index.html
    Informationsportal Globalisierung – Standort Deutschland – Neoliberalismus – Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

  25. Dox Says:

    @ Markus

    Ich habe mir mal kurz Jahnkes Blog angeschaut und bin gleich auf seine Forderung nach einem landesweiten Mindestlohn gestoßen. Den würde ich auch nicht verlinken. Höchstens als abschreckendes Beispiel. Noch erschreckender ist seine Vita. Was der schon alles war. Solche Geister ziehen also im Hintergrund die Fäden. Es ist beängstigend.

  26. Markus Says:

    @ Dox

    Nur weil einem bestimmte wirtschaftspolitische Positionen vielleicht nicht zusagen, muß man aber nicht gleich die Sachdiskussion unterbrechen. Gerade darüber müßte ja fair gestritten werden!

    Was du gegen die Vita von Jahnke einzuwenden hast, verstehe ich wirklich nicht. Der Mann hat eben Karriere gemacht, wie es nicht viele machen, die aus „kleinen Verhältnissen“ kommen und nur durch Leistung überzeugen.

  27. Dox Says:

    @ Markus

    Selbstverständlich sollten wir fair bleiben. Es ist ja auch nicht unfair, wenn ich dir erwidere, dass die wirtschaftspolitsche Positionen von Jahnke jede weitere Diskussion erübrigt, weil sie nämlich zur Genüge geführt wurde und jedem vernünftigen Menschen inzwischen klar sein müsste, dass Mindestlöhne prinzipiell kontraproduktiv sind. Wer sie also wie Jahnke weiterhin fordert, ist kein Diskussionspartner für einen produktiven Streit.
    Für Leute aus kleinen Verhältnissen, die durch Leistung Karriere machen, habe ich sehr viel übrig. Aber Jahnke hat nicht durch Leistung sondern Anpassung Karriere gemacht. Seine Positionen sind politischer Mainstream. Er hat nur das Gefühl gegen den Strom zu schwimmen, weil die Weltwirtschaft von Politikern seines Schlages nicht in den Griff zu kriegen ist. Sie wird es nie sein. Aber Jahnke möchte es, um sie regulieren zu können. Außerdem, wer in Deutschland aus wirtschaftlich kleinen und geistig minderbemittelten Verhältnissen stammt, ist schon mal privilegiert. Ihm stehen in allen Parteien und Institutionen Tür und Tor offen. Diskriminiert ist vielmehr das gebildete Milliardärskind mit liberalen Ansichten. Das wird niemals ein gefeierter Politstar, Maler oder Regisseur. Wehe dem, der da reich und nicht links ist.

  28. Rayson Says:

    @Dox

    Wenn jemand bisher weder Katholik noch Protestant war und nun eines von beiden wird, ist er ein Neuer in der Religionsgemeinschaft.

    Ja, in dieser Religionsgemeinschaft. Aber kein Neuer im christlichen Glauben. Neu-Christ gilt im konkreten Fall also nur, wenn man das wie die römischen Hardliner sieht…

    Kannst du deinen Eindruck, dass mein Wissen über Christen vom Grabbeltisch stammt, mit Argumenten zu belegen?

    Nun, Reichtum steht keinesfalls auf dem „christlichen Index“. Reichtum ist aus christlicher Sicht keine Sünde, sondern eher ein Problem des Reichen.

    Es kann natürlich sein, dass ich dir unrecht tue. Bitte korrigiere mich also, wenn du dich intensiver mit christlicher Theologie und Lehre beschäftigt haben solltest als es den Anschein hat.

    Falls du Christ bist und dir dein Glauben lieb ist, solltest du besser keinen Streit mit mir anfangen. Ich kann Manfreds ausrasten lassen, die soeben noch über Toleranz geschwafelt haben.

    Ich kann zwar erkennen, was du mit „Ausrasten“ meinst, aber nicht, wieso du eine Gefahr für meinen Glauben sein solltest.

    “Bissige Liberale ohne Gnade”, das nenne ich ein Programm!

    So lange dir die leichte Selbstironie dahinter nicht entgeht, freut mich das natürlich.

  29. Rayson Says:

    @Markus

    Es ist nicht mein Problem, wenn du meinst, der Linkspam, mit dem du hier auch schon wieder anfängst, ersetze die eigene Argumentation. Auf unserer Website muss man seine Gegenposition jedenfalls noch selbst darlegen. Verweise auf Beiträge in eigenen Blogs sind natürlich auch echtes Bloggen und daher völlig ok – das ist schließlich etwas, was durch die Pingbacks und gegenseitigen Zitate den Zusammenhang ebenfalls wahrt.

    Ich diskutiere gerne mit anderen, aber die müssen dann schon noch selbst mitmachen können.

  30. Dox Says:

    @ Rayson

    Die Ironie ist mir entgangen. Ich hatte das für bare Münze gehalten und geglaubt, dass ihr eine geheime Liste mit Linken führt und noch einen Vollstrecker sucht. Ich bin nämlich der mit der Reitpeitsche.

  31. Markus Says:

    @ Rayson

    Na prima, dann bis zur nächsten Diskussionsrunde mit voller Meinungsfreiheit ohne „Hausherrengehabe“. ;-)

    @ Dox

    Was du zum Thema Mindestlohn so „verkündest“, ist ja interessant. Dann möchte ich nur mal wissen, wieso in fast allen europäischen Ländern Mindestlöhne längst eingeführt worden sind.

    Und daß Jahnke ein „Anpasser“ sei und mit seinen Ansichten im Mainstream liege, meinst du doch wohl nicht im Ernst, oder etwa doch?

  32. In eigener Sache « L for Liberty Says:

    […] Michel: Wider den Konservativismus […]

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