Wie würde Free Banking heute aussehen?

Wir haben ein Finanzsystem das regelmäßig zu schweren Krisen führt. Durch die aktuelle Krise ist dieses Problem wieder deutlicher ins Bewusstsein gerückt und das Nachdenken über Alternativen, insbesondere Free Banking gewinnt wieder an Stärke. Während ich mit letzteren sehr zufrieden bin, gibt es einen Punkt der mich sehr stört. Das ist das sich unter den Verfechtern der Bankfreiheit sich eine Free Banking Theorie breitmacht, die von Ökonomen kaum ernst genommen werden kann. Ich rede von der besonders von Neo Austrains hochgehaltenen These, dass mit den Eingriffen der Staaten auch das Teilreservesystem beendet würde und Gold wieder zum eigentlichen Zahlungsmittel wird. Wie sich ein Finanzwesen unter Bankfreiheit genau entwickelt weiß mit Sicherheit niemand, dennoch hat sich in diesen Punkt bei einigen ein gewisser Dogmatismus gebildet. Dass auf das Teilreservesystem verzichtet würde, halte ich für sehr unwahrscheinlich und den meisten Menschen mit ökonomischer Vorbildung dürfte der Gedanke sogar abwegig vorkommen, sodass meines Erachtens dem Free Banking-Gedanken Schaden entsteht, wenn man sich genau auf diese Variante fest legt.

In der Free Banking Theorie gab es verschiedene Spekulationen wie sich Free Banking heute auswirken würde auf eine Auswahl werde ich im Folgenden näher eingehen und diese kommentieren. Wer mit der Free Banking Idee nur wenig vertraut ist dürfe im entsprechenden Wikipediaartikel, dessen Inhalte zum größtenteils aus meiner Feder stammt, die wichtigsten Grundlagen finden.

Die Ansicht der Neoaustrians wird beispielsweise in J.G. Hülsmanns ‚Die Ethik der Geldproduktion‘ S.110 ff. dargestellt. Hülsmann zufolge begaben sich die ersten Banking eigentlich Geldlagerhäuser in die Illegalität als sie mehr Noten in Umlaufbrachten, als sie mit dem Gold in ihrer Kasse hätten begleichen können. Dieses Vorgehen wurde von den Staaten später Legalisiert, sei jedoch objektiv gesehen Betrug, wenn die Marktteilnehmer nicht hinreichend über sie aufgeklärt würden. Das Teilreserveverfahren habe negative Auswirkungen es führt zu Inflation und schwört das Risiko von Bank Runs herauf. Ähnlich wie Teilreservebanknoten funktionieren Sichteinlagen, die als Zahlungsmittel verwendet werden können, ihren Wert jedoch dadurch erhalten, dass sie in eigentliches Geld umgewandelt werden können. Hier argumentieren die Neoaustrians, dass das gegen Eigentum verstoßen wird, da sich sowohl die Person, die die Sichteinlagen hält, als auch diejenige, an die das an die Bank geliehene Geld weiterverliehen wird, sich für die Eigentümer des Geldes halten.

Der Einwand das Teilreservesystem verstoße gegen Rechte lässt sich kaum aufrechterhalten. Ist die Praxis verbreitet kann man davon ausgehen, dass die Halter von Teilreservenoten ihr stillschweigendes Einverständnis gegeben haben. Im Fall der Sichteinlagen ist der Fall noch eindeutiger, die Verantwortung ob sie als Geld fungieren können, liegt nicht bei den Banken, die dazu höchstens Beihilfe geben, sondern bei denjenigen die es zulassen, dass ihre Forderungen mit Sichteinlagen beglichen werden. Da sie Sichteinlagen anstelle von Geld akzeptieren liegt auch kein Verstoß gegen Eigentumsrechte vor.

Auch die negativen Folgen relativieren sich bei näheren hinsehen. Zur Inflation führt das Teilreserveverfahren wenn es eingeführt wird und während es läuft führt es dazu, dass sich die Geldmenge stärker bewegt, als es in einem System mit Vollreserve der Fall wäre. Aber diese Bewegungen der Geldmenge können notwendig sein, um den Wert des Geldes stabil zu halten. In einem System mit Vollreserve gibt es keinen Mechanismus mit dem die Geldmenge mit der Nachfrage nach Kassenhaltung abgeglichen werden kann, versuchen die Menschen in Zeiten von Unsicherheit die Kassenhaltung auszuweiten muss der Wert Geldes steigen. Deflation und eine Verzerrung der Wirtschaftstruktur sind die Folge. Das Risiko von Bank Runs kann mit sogenannten

Optionsklausen ausgeschlossen werden. Durch solche Klausen geben sich die Banken das Recht die Auszahlung von Noten aufzuschieben, müssen dafür jedoch einen festgelegten Zins zahlen. Durch Optionsklauseln sind Banken vor dem Risiko gefeilt illiquide zu werden, solange ihre Bilanzen ausgeglichen bleiben.

Kevin Dowd beschreibt in Laissez-Faire Banking S.62 ff. eine Entwicklung die das Finanzsystem ausgehend vom Teilreservesystem nehmen könnte. In einem ersten Schritt würde Noten zunehmend nicht gegen Gold sondern gegen andere Anlageformen eingelöst, etwa Forderungen gegenüber anderen Banken oder Firmen. Die Öffentlichkeit würde das akzeptieren solange die angebotenen Anlageformen wertstabil und als Zahlungsmittel akzeptiert seien. Sie würde diese sogar dem Gold vorziehen, da sie einfacher zu handhaben sind. Die Banken haben zunächst den Vorteil, dass es billiger ist solche Rückzahlungsmedien (redemption medium) aufzubewahren als Gold. Bedeutender ist, dass die Banken die Rückzahlungsmedien auf breiteren Märkten einkaufen können und es ihnen möglich ist, mit ihren Noten höhere Preise als die Parität zum Goldpreis zu zahlen. Mit ihren Noten weniger Gold zu kaufen als es dem Nennwert entspricht ist den Banken vertraglich untersagt, da sie den Wert der Noten zum Gold stabil halten müssen. Die Wahrscheinlichkeit das sie auf den Märken neue Tilgungsmedien einkaufen können steigt, was den Banken ermöglicht die Reservequote zurückzufahren. Für die Volkswirtschaft als Ganzes ist ein solcher Schritt positiv, da das Finanzsystem auf großflächige Rückzahlungsforderungen nicht mehr mit dem Anheben der Zinsen reagieren muss, was negative ökonomische Auswirkungen hätte.

In einem zweiten Schritt kann die Verpflichtung Noten gegen Gold einzutauschen gegen die Verpflichtung ersetzt werden, Noten gegen Finanzinstrumente mit dem gleichen Wert von Gold einzutauschen. Einer solchen Verpflichtung können die Banken nachkommen in dem sie am Goldmarkt oder billiger am Futuremarkt für Gold intervenieren. Wenn eine Bank mehr Noten ausgibt als von anderen gehalten werden würde (Geld überemittiert), wird das den Wert der Noten senken; davon wird schließlich auch das Austauschverhältnis von Noten und Gold betroffen sein. Durch geeignete Geschäfte auf den Goldmärkten müsste die Bank das Austauschverhältnis wieder stabilisieren. Durch solche Geschäfte wird die Anzahl ausstehender Noten (also Verbindlichkeiten der Bank) reduziert, zugleich müsste sie Aktiva verkaufen, um die Geschäfte zu finanzieren. Die überemittierten Gelder werden also wieder vom Markt genommen. Die Banken sind nicht mehr darauf angewiesen Goldreserven zu halten, sondern benötigen lediglich hinreichend liquide Aktiva.

In einem dritten Schritt kann die Rolle von Gold durch eine Wahre oder Warenkorb ersetz werden, deren Wert im Verhältnis zu anderen Gütern weniger schwankt als es bei Gold der Fall ist. Da die Aktiva der Banken von dem Wert aller möglichen Güter abhangen, die Passiva jedoch in Gold notiert sind, entsteht ihnen durch einen Standard mit schwankender Kaufkraft ein Risiko. Daher ist es für sie sinnvoll den Standard zu ersetzen. Ein stabiler Standard hat auch für die Allgemeinheit positive Auswirkungen, da die Preissignale zuverlässiger werden und Fehlallokationen vermieden werden können.

Dowds Überlegungen halte ich für sehr gut durchdacht. Allerdings ist damit zu rechnen, dass es zu einer Inflation kommt, wenn sich die Banken im Laufe des zweiten Schritts von ihren Goldreserven trennen. Die Vorstellung, dass es möglich ist den Wert des Geldes zu garantieren ohne Massenweise ungenutzte Güter herumliegen zu haben, empfinde ich hingegen als sehr positiv.

Auch Hayek hat über Free Banking spekuliert. Seine Vorstellung beschreibt er in ‚Denationalisation of Money‘. Anders als Dowd geht Hayek davon aus, dass die Banken keine vertraglichen Verpflichtungen eingehen, den Wert ausgegebener Noten zu stabilisieren. Es wäre ausreichend das die Öffentlichkeit Währungen von Banken abweist, denen es nicht gelingt den Wechselkurs stabil zu halten. Die Banken müssten den Wert des Geldes aufrechterhalten, um im Geschäft zu bleiben. Die Methode mit der sie diese Ziel verfolgen unterscheidet sich von der die Dowd vorgeschlagen hat. Da es den Banken möglich ist ihre Währung zum Marktwert zurückzukaufen und nicht auf einen Wertstandard festgelegt sind, ist es für sie sinnvoll die Verpflichtungen, die aus den Noten entstehen, durch Aktiva auszugleichen, deren Wert proportional zu den der Noten ist. Geeignet wären kurzfristige Kredite. Um den Wert der Noten zu regulieren würden die Banken das Angebot an kurzfristigen Krediten ausdehnen oder einschränken, ähnlich wie es die Zentralbanken heute tun. Auf diese Weise würden die Banken die Risiken vermeiden, die entstehen weil der Wert der Aktiva und Passiva zueinander schwanken kann.

Hayek weist in ‚Denationalisation of Money‘ auf ein Reihe interessanter Zusammenhänge hin. So würden die Banken einen negativen Zins in Kaufnehmen um Deflation abzuwehren. Außerdem betont er, dass Notenbanken eine dauerhafte Überrendite erzielen können, weil sie zu einem Zins von Null leihen können. Man kann sich das folgendermaßen verdeutlichen: Für ein Individuum sind Kassenhaltung und Investition getrennte Handlungen, nicht jedoch für die Wirtschaft als Ganzes, für die stellen alle Gelder, die nicht dem Konsum dienen, Ersparnis dar. Eine Notenbank kann auf die Ersparnisse zugreifen, die entstehen wenn jemand Bestände an einer Währung aufbaut, indem sie die Geldmenge ausweitet und damit die Ersparnisse entwertet. Eine Notenbank, die den Wert ihrer Währung konstant hält, kann die Geldmenge nur ausweiten, wenn die Nachfrage nach Beständen an dieser Währung wächst. Die Ersparnisse, die die Halter der Währung bilden, entsprechen genau den Geldern die die Notenbank neu in Umlauf gibt und für die sie Anlagen einkaufen kann. Greifen die Halter wieder auf ihre Ersparnisse zu und bauen ihre Währungsbestände ab, muss die Notenbank im gleichen Ausmaß Gelder zurückkaufen. In diesem Sinne haben die Halter der Notenbank ihre Ersparnisse geliehen. Hayek befürchtet, dass die Überrenditen zu politischen Begehrlichkeiten führen. Meines Erachtens würde ein passivseitiger Zinssatz eigeführt werden, wenn der irgendwie praktikabel ist, und damit die Überrenditen beseitigt. Offenbar lässt Free Banking freiwirtschaftliche Experimente zu.

Obwohl ein Finanzsystem nach Hayek wohl funktionieren würde sehe ich einige Nachteile. Erstens würden die Notenbanken ihre Bilanz und damit die Geldmenge fast ausschließlich über die Vergabe kurzfristiger Kredite steuern. Es würde wohl so kommen, dass einige diese Kredite nutzen um langfristige Kredite zu vergeben. Wenn die Notenbank die Kreditvergabe zu sehr einschränkt, könnte das die Stabilität des Systems gefährden. Zweitens würden die Banken ohne Verpflichtung ihr Geld zu einem bestimmten Kurs zurückzukaufen allein auf die Informationen angewiesen sein, über die sie verfügt. Gäbe es eine solche Verpflichtung würde die Geldmenge zum Teil durch Arbitragegeschäfte gesteuert und die Kenntnisse einer sehr viel größeren Anzahl an Menschen wiederspiegeln. Von den beschriebenen Free Banking Konzepten halte ich das von Kevin Dowd für das überzeugendste.

Edit: Ein Teil des Artikels habe ich auch in den Wikipediaartikel Free Banking eingearbeitet.

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9 Antworten to “Wie würde Free Banking heute aussehen?”

  1. jpj Says:

    Hallo Michel, Sie schrieben:

    „einen Punkt der mich sehr stört (…) (ist) besonders (die) von Neo Austrains hochgehaltenen These, dass mit den Eingriffen der Staaten auch das Teilreservesystem beendet würde und Gold wieder zum eigentlichen Zahlungsmittel wird. (…) Dass auf das Teilreservesystem verzichtet würde, halte ich für sehr unwahrscheinlich.“

    Dass mit den Manipulationen des Staates in das Bankwesen auch die Teilreserve abgeschafft und ausserdem Gold wieder Geld würde ist, wie Sie richtig erklären, eine These der Anhänger der Wiener Schule. Es ist weder eine Forderung noch ist es eine „Variante“ auf die sich die Wiener „festlegen“.

    Ihr Argument, „die Halter von Teilreservenoten“ hätten „ihr stillschweigendes Einverständnis gegeben“, da „die Praxis verbreitet“ sei, führt IMHO in die Irre. Ich selber halte Teilreservenoten und wurde nie nach meinem Einverständnis gefragt. Der Sinn einer monopolistischen Nominalwährung mit Annahmezwang ist ja gerade, diese Praxis entgegen des Einverständnisses der Halter einzuführen.

    Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso sich der Zwang zur Nominalwährung ausgerechnet durch die Notwendigkeit seiner unausweichlichen Inflation rechtfertigen lässt: „diese Bewegungen der Geldmenge können notwendig sein, um den Wert des Geldes stabil zu halten“. Diese „Bewegungen“ führen unausweichlich zu Fehlallokationen, zu Blasen, die irgendwann schmerzhaft platzen. Jedes Experiment in dieser Richtung verläuft seit der Mississippi-Blase nach demselben Muster. Das Zeitalter stabiler, Metallgedeckter Währungen dagegen (1815 bis 1900) war ein Zeitalter beispiellosen Wachstums bei gleichzeitiger Deflation.

    Was Dowds System angeht: wenn es dem System der Golddeckung tatsächlich überlegen ist, dann soll das der Markt, d.h. frei entscheidende Bankkunden entscheiden. Niemand hat das Recht Sie, lieber Michel, an der Eröffnung oder Bevorzugung einer solchen Bank zu hindern. Ich selber und viele Andere würden unser Geld solchen Instituten nicht anvertrauen. Welches Ihrer Rechte brechen wir, indem wir Banken mit Goldgedeckter Währung und ohne Teilreserve bevorzugen?

    Übrigens ist mir nicht klar, wann die Anhänger der Wiener Schule, im englischen Sparchraum auch „Austrians“ genannt, zu „Neo-Austrians“ wurden. Was unterscheidet denn z.B. einen Hülsmann so grundlegend von einem Hayek oder Rothbard?

  2. Anselm Says:

    Schon gesehen?

    http://www.islamische-zeitung.de/?id=12258

  3. DDH Says:

    Freies Marktgeld statt staatlichem Zwangsgeld!

    http://dominikhennig.blogspot.com/2009/08/der-einzige-weg-aus-der-krise-freies.html

  4. Michel Says:

    Hallo jpj,

    mit der Position das freie Bankkunden entscheiden sollen, wie die Währungen aussehen sollen, sind wir doch einer Meinung. Es spricht tatsächlich nichts dagegen das Warengeld und Noten nach den Vorstellungen Dowds oder Hayeks nebeneinander zirkulieren.

    Wenn ich schreibe die Halter von Teilreservenoten hätten ihr stillschweigendes Einverständnis gegeben, da die Praxis verbreitet sei, meine ich sicherlich nicht Halter von staatlichem Geld, das diverse Privilegien genießt, sondern Teilreservenoten wie es sie in Schottland zwischen 1716 und 1844 gegeben hat. Wenn der Staat bestimmtes Geld privilegiert könnte keines der beschriebenen Systeme funktionieren, von einem Zwang zur Nominalwährung kann also keine Rede sein.

    Wenn ich mir die letzten Beiträge zur Free Banking Debatte ansehe, habe schon den Eindruck das Alternativen zum Warengeld übersehen werden. Mit einem Beitrag wollte ich in Erinnerung rufen, das Warengeld nicht die einzige Form von Währung ist, die unter Free Banking bestehen kann.

  5. CK Says:

    Für den Anfang mal nur kurz dieses.

    „Offenbar lässt Free Banking freiwirtschaftliche Experimente zu.“

    Wieso sollte es dies auch nicht? Sogar heute zu ZB-Zeiten gibt es ja schon regional stark begrenzte Experimente, auch wenn ich die aus diversen Gründen recht skeptisch sehe.

    „Meines Erachtens würde ein passivseitiger Zinssatz eigeführt werden, wenn der irgendwie praktikabel ist, und damit die Überrenditen beseitigt.“

    In meinem Verständnis dient der passivseitige Zinssatz (schöner Begriff, gut, dass Du den nun auch benutzt) gerade dazu Verluste zu verhindern. Nämlich dann wenn der aktivseitige Leitzins nahe an 0 oder sogar darunter wäre, dann müsste die Notenbank den passivseitigen noch weiter ins Negative drehen. Ähnlich wie eine GB negative Nominalzinsen auf Girokonten anbieten würde, wenn die langfristigen Einlagen niedrig wären (um die Differenz positiver zu gestalten und somit die Kunden vom Kurzfristigen ins Langfristige zu locken.)

    Zum Thema Geld werde ich bei Gelegenheit mal ne ganze Serie anfangen. Aber zuerst muss ich mal die über den Staat beenden, es gibt noch genug zu tun…

  6. Michel Says:

    „Wieso sollte es dies auch nicht?“

    Das habe ich tatsächlich zu schwach ausgedrückt. Es könnte zu einer Standardtaktik werden, auf eine Flucht ins Geld mit einem negativen passivseitigen Zinssatz zu reagieren. Trotzdem denke ich nicht, dass Negative Zinssätze zur Normalität werden, allein weil der weltweite Kapitalbedarf enorm und wachsend ist.

    „Nämlich dann wenn der aktivseitige Leitzins nahe an 0 oder sogar darunter wäre, dann müsste die Notenbank den passivseitigen noch weiter ins Negative drehen. Ähnlich wie eine GB negative Nominalzinsen auf Girokonten anbieten würde, wenn die langfristigen Einlagen niedrig wären“

    Unter Konkurrenzbedingungen werden die Geschäftsbanken den Zins nicht unter Null senken, wenn sie mit einem positiven Zins noch kostendeckend arbeiten können. Sonst würden die Kunden einfach abwandern. Bin gespannt, wie du da herum kommst.

  7. Pemi Köster Says:

    Also ich glaube dies war eh nur ne Mode

  8. DDH Says:

    „Das Aufgeben von Gold als Geld, von der Disziplin des Goldes, ist der wichtigste Grund, wenn nicht sogar die einzige Begründung dafür, warum unsere Welt ein sehr gefährlicher Ort geworden ist. Meiner Meinung nach ist es die größte Tragödie in der Geschichte der Welt… Aus der Geschichte wissen wir, wie Papiergeld endet. Zum ersten Mal in der Geschichte ist alles Geld der Welt von nichts mehr gedeckt. Das übelste System, das je vom Menschen erfunden wurde.“

    — Ferdinand Lips in einer Rede
    vom August 2005 in Dawson City, Kanada

    Siehe auch: http://www.lips-institute.ch

  9. Robert Michel Says:

    Ich stimme zu, das Geld irgenwie gedeck sein und die es herausgebende Institution auf seine Stabilität verpflichtest werden muss. Dennoch glaube ich dass es dafür geeignetere Alternativen als Gold gibt. Das Hauptproblem mit Gold ist, dass es selbst größeren Wertschwankungen unterliegt. Dowd schlägt z.B. eine Deckung durch 3-Monatstermine auf geeignete Waren vor.

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