Die maskulistische Internetstrategie

Marco hat angeregt, die liberale/libertäre Blogosphäre durch gegenseitiges Verlinken zu stärken. Auf diese Weise sollen die einzelnen Blogs in Suchmaschinen sichtbarer werden, um so Zentristen und Unpolitische Kontakt mit liberalen Ideen zu verschaffen. Ergänzend dazu will ich nun eine offensivere Strategie besprechen, mit der vor allem Maskulisten Gegenpropaganda betreiben.

Die maskulistische Internetstrategie lebt davon, dass sich die feministische Propaganda leicht wiederlegen lässt, wenn man die richtigen Fakten kennt. So wurde etwas die feministische These, häusliche Gewalt gegen Männer sei so gut wie nicht existent, da Frauen von Natur aus friedlich sind, durch Dunkelfeldstudien wiederlegt.  Dennoch wird sie von dem Medien weiterverbreitet. Im Internet gibt es eine einfache Methode solche Desinformationskampanien zu bekämpfen: Die meisten Online-Angebote von Medien, die sich an der Desinformation beteiligen lassen Kommentare zu. Von dort aus lassen sich die Dinge richtig stellen. Entsprechenden Links sorgen dafür, dass die Richtigstellung auch überzeugender wirkt. Kern dieser Strategie ist, ein zentraler Sammelpunkt für Informationen und die zugehörigen Belege. In der Vergangenheit hat eine Unterseite von Manndat diese Funktion erfüllt. Zurzeit gibt es Bestrebungen eine themenbezogene Wiki auf zubauen, die in Zukunft eine größere Breite an Fakten und Quellen liefern könnte.  Da sich häufig hitzige Diskussionen an maskulistische Kritik anschließen, hat es sich als hilfreich erwiesen, die Kräfte zu bündeln. Was die Maskulisten erreichen, indem an bestimmten Orten, wie Genderama oder einschlägigen Foren auf feministisch beeinflusste Berichterstattung aufmerksam gemacht wird. Oft mit der Notiz „Es gibt eine Kommentarfunktion“.

Wie wirksam diese Strategie ist, lässt sich mit meinen mitteln natürlich kaum beurteilen. Da sich die Männerbewegung auf einem guten Weg befindet, gehe ich davon aus, dass sie ihren Zweck erfüllt und die Maskulisten durch sie sowohl neuer Zulauf erhalten als auch die Berichterstattung beeinflussen können. Prinzipiell halte ich es für möglich, dass auch Libertäre eine solche Strategie übernehmen können, man denke etwa an Desinformationskampanien zugunsten des Mindestlohns oder die Verharmlosung des Kommunismus. Wir sind jedoch besonderen Schwierigkeiten ausgesetzt die sich aus der Komplexität unserer Themen ergibt. Texte aus Mises.de lassen sich kaum mal eben in eine Debatte einstreuen. Was man von den Maskulisten übernehmen kann ist erstens das Bemühen Fakten zentral zu sammeln und zweitens die Angewohnheit Argumente an die Orte zu tragen, wo sie sonst nicht zu vernehmen sind.

3 Antworten to “Die maskulistische Internetstrategie”

  1. /ajk Says:

    Bin über sonsofperseus bei Euch gelandet, und das gefällt mir.

    Ich sehe wie Gender-Mainstraming erfolgreich in die Politik eingezogen ist, und frage mich ob das nicht auch für das Liberalen Denken funktionieren sollte.

    Auf auf, Optimismus rulZ

    /ajk

  2. Michel Says:

    @/ajk: Mehr Sendungsbewustsein könnten Liberale tatsächlich gut gebrauchen, aber auf das Niveau der Feministen muss man sich nicht herabbegben. Ich bin sogar recht zuversichtlich, dass wir mehr Erfolg haben werden, wenn wir uns gegen deren Methoden deutlich abgenzen.

  3. Der Kampf beginnt « Freiheit und Optimismus Says:

    […] Soeben habe ich aus den Nachrichten erfahren, dass die Bundesregierung tatsächlich vorhat eine Internetzensur einzuführen. Der vorgeschobene Grund ist, dass damit Kinderpornographie bekämpft werden soll. Dass es sich nicht um den wirklichen Grund handeln kann belegen Experimente, die zeigen, dass es um einiges wirksamere Mittel gibt. Die Informationspolitik des Wahrheitsministeriums lässt sich nur noch als Propaganda bezeichnen. Dabei sind die Maßnahmen die getroffen werden soll gegen die Verbreitung von Kinderpornographie nutzlos, da sie sich einfach umgehen lassen, wenn man das Ziel kennt. Problematisch ist, dass sich die Zensurmaßnahmen auf legalen Weg nicht kontrollieren werden kann. Wer die Liste zu sperrender Inhalte festlegt, kann damit leicht das Verbreiten unliebsamer Inhalte hemmen, da sie nur noch durch konspiratives Vorgehen erreichbar sind. Wenn die Inhalte jedoch sowieso auf konspirative Weise verbreitet werden, was bei Kinderpornographie unzweifelhaft der Fall ist, ist diese Vorgehen wirkungslos. Welche Inhalte dem Wahrheitsministerium ein Dorn im Auge sind dürfte leicht zu erraten sein. […]

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