Krieg, die offene Flanke des Libertarismus

Januar 29, 2009

Die komplexeste Form der Gewalt ist der Krieg. Carl von Clausewitz definierte ihn als Kampf, um den eigenen Willen durchzusetzen. Gemeint ist der Willen von Staaten.Doch das eigentümlich des Kriegs ist, das er das Recht außer Kraft setzten zu scheint. Man denke an die durch Bombardierung unschuldig zu Tode Gekommenen, deren Schicksal keine Strafverfolgung der Verantwortlichen nach sich zieht. Der Trick, der das Töten Unschuldiger rechtfertigt, ist der Kollektivismus. Ein feindseliger Akt ist keine Handlung des Individuums A gegen B sondern des Volks Alpha gegen Volk Beta. Praktisch sieht dies so, aus das innerhalb von Alpha das von A begangene Unrecht nicht geahndet wird, wenn dieses dazu dient Gewaltakte (ungeachtet dessen ob sie recht- oder unrechtmäßig sind) aus Beta auf Menschen und ihr Eigentum in Alpha zu unterbinden. Das eine Handlung von A gegen B stattfand wird als irrelevant betrachtet, sie geht in den aggregierten Handlungen aus Alpha in Beta hinein unter, so dass man vereinfachend davon spricht, dass Alpha und Beta selbst die Handelnden und Leidende sind.

Aus libertärer Sicht ist es natürlich Unsinn sich Völker als Subjekte vorzustellen. Ereignisse müssen mittels des methodischen Individualismus analysiert und entsprechend beurteilt werden. Diese Vorstellung kommt dem intuitiven Rechtsempfinden der meisten Menschen entgegen, die eben nicht bereit sind hinzunehmen, dass Unschuldigen Schaden zugefügt wird. Das intuitive Rechtsempfinden lässt sich nicht einfach als romantische Vorstellung abtun. Denn es war wirkmächtig und hat z.B. die Entwicklung des humanistischen Völkerrechts weitergetrieben. Eine Entwicklung, die noch nicht abgeschlossen ist, wie die sinkende Toleranz gegenüber Kollateralschäden zeigt. Einen Abschluss wird sie wohl erst finden, wenn Krieg mit polizeilichen Mitteln geführt wird, wie es das libertäre Rechtsverständnis fordert. Doch spätestens hier geraten wir in einen Konflikt: Unter gleichstarken Parteien kann sich diejenige durchsetzen die schneller und rücksichtsloser agiert. Um es mit den Worten Clausewitz zu sagen:

Da der Gebrauch der physischen Gewalt in ihrem ganzen Umfange die Mitwirkung der Intelligenz auf keine Weise ausschließt, so muß der, welcher sich dieser Gewalt rücksichtslos, ohne Schonung des Blutes bedient, ein Übergewicht bekommen, wenn der Gegner es nicht tut. Dadurch gibt er dem anderen das Gesetz, und so steigern sich beide bis zum äußersten, ohne daß es andere Schranken gäbe als die der innewohnenden Gegengewichte.

Das Ziel schnell und rücksichtlos zu handeln, lässt sich nur verwirklichen, wenn wir die Komplexität unserer Wahrnehmung verringern. Der Methodischer Individualismus, auf dem unsere Rechtsauffassung beruht, steht dem entgegen. Wir sehen also dem Paradox gegenüber, dass es Situationen gibt, in denen die Verteidigung des Rechts nur gelingen kann, wenn man das Recht aufgibt.

Erfahrungen aus Gummersbach

Januar 26, 2009

Testkommunikation mag schön und gut sein, manchmal sogar echte Vorteile gegenüber dem direkten Gespräch haben, aber sie kann nicht die ganze Persönlichkeit des Gegenübers vermitteln. Von diesem Gedanken motiviert machte ich mich auf zum Seminar „die liberale Blogosphäre“ in Gummersbach, um endlich zu erfahren, wer eigentlich die Leute sind, mit denen ich im virtuellen Raum begegne. Zu meiner Überraschung erwiesen sich die Teilnehmer des Seminars als erstaunlich heterogene Gruppe, neben den Bloggern, kamen auch parteinahe Webgestalter und einige Stipendiaten, denen die liberalen Blogs bisher unbekannt waren. So war es wohl unvermeidlich, dass das Programm nicht allen Interessen gerecht werden konnte. Andererseits eröffnete dies mir einige unerwartete Einblicke in die Welt der politischen Arbeit. Die Schwerpunkte des Programms waren neben der Vorstellung der verschiedenen Plattformen (Blogs, virtuelle Akademie, Stiftungshomepage) das Thema Kriminalität und Rechtsdurchsetzung im Netz (Vortrag von Prof. Henning, Workshop Netzfilter, Diskussion zum Telemediengesetz). Gerade letzeres Thema erwies sich als äußerst komplex, sodass die sehr kompetenten Referenden uns nicht das Gefühl ersparen konnten entweder von Fakten erschlagen zu werden oder einige Fragen offen lassen zu müssen, dennoch war ein deutlicher Erkenntnisgewinn spürbar. Abschluss der Veranstaltung bildete ein Vortrag von Carlos A. Gebauer zu Geld, Staat und Finanzkrisen. Im Großen und Ganzen hat das Seminar meine Erwartungen voll erfüllt.

Weiteres Material findet man beim A-Team.

Manipulative Charaktere – Drei, Die Mitleidenden

Januar 19, 2009

Gestern wurde in der FAS ein Leserbrief abgedruckt, den ich versuche aus der Erinnerung möglichst gut wieder zu geben. Es ging um Plakate mit dem Aufdruck „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott – Genieße Dein Leben“. Der Leser merkte dazu an „Wie liest ein Leidender wohl diese Sprüche an den Bussen in Barcelona und London?“ Ich finde diese Reaktion bemerkenswert. Der Aufruf sein Leben zu genießen wird mit dem Verweis verworfen, dass dies nicht jedem offensteht. Vor Jahren wurde ich mit einer ähnlichen Ausspruch konfrontiert: Auf Kursfahrt meinte eine Klassenkameradin zum Essen im Restaurant, es sei von Albanern geschält worden. Aus beiden Zitaten scheint der gleiche Gedanke zu sprechen nämlich, dass man nicht das Recht hätte glücklich zu sein, solange dieses Glück nicht allen zugänglich sei.

Meines Erachtens ist das ein ungewöhnlich destruktiver Gedanke. Wird doch jeder Anlass glücklich zu sein in einen umgedeutet Schuld zu empfinden. Was einen zu einer trostlosen Existenz verurteilt. Auch erscheint er mir extrem, da eine kleine Minderheit oder Menschen, die sich sehr weit weg befinden, als Maßstab für die Situation der Meisten hier verwendet wird. Möglicherweise handelt es sich, weniger um den Ausdruck einer anspruchsvollen Moral, als um die Rationalisierung der Unfähigkeit sein eigenes Leben zu genießen. Dies führt uns zu der Frage, ob eine Moral verlangen kann, das Wohlbefinden zu vertagen, bis genügend Anstrengungen ausgeübt wurden es allen zu Teil werden zu lassen.

Ein solcher moralischer Anspruch scheitert meiner Meinung nach schon daran, dass man nie Wissen kann worin diese Anstrengungen bestehen sollen. Die Person für deren Wohlbefinden wir am besten sorgen können, sind, wenn man der Logik des Anspruchs überhaupt folgen will, wir selbst. Gegen den Anspruch lässt sich auch fundamentaler argumentieren und die Auffassung erheben, dass er keine Grundlage hat. Nietzsche würde ihn der Sklavenmoral zurechnen, die seiner Genealogie der Moral zu Folge nur die verzerrte Umkehrung einer Herrenmoral ist. Die Herrenmoral sei die ursprünglichere von beiden, weil sie sich aus elementaren menschlichen Erfahrungen ergibt, während die Sklavenmoral ein Produkt Ideologischer Beeinflussung ist.

Wie man es dreht und wendet wahre Solidarität kann nur üben, wer sein Leben im Griff hat, sonst verkommt sie schnell zu einem Surrogat für die eigene Unzulänglichkeit. Jeder hat das Recht überzogene moralische Ansprüche zurückzuweisen.

Paxx:blog wird aufgelöst

Januar 19, 2009

Die Blogosphäre ist, wie wir wissen in ständiger Bewegung und dies nicht immer zum Besseren. Wie heute von Matt Jenny bekannt gemacht wurde, wird der linkslibertäre Paxx:blog aufgegeben. Für mich ist das ein besonders trauriger Anlass, denn Paxx:blog war für mich einer der ersten Kontakte sowohl zur Blogosphäre als auch zum Libertarismus. So bleibt mir nun nur noch meine Abschiedsgrüße auszurichten und allen Autoren für ihre hervorragende Arbeit zu danken. Ich hoffe, dass möglichst viele von euch noch von sich hören lassen. Besonders die nicht immer einfachen Diskussionen mit Christan Hoffmann über die Political Correctness werden mir in Erinnerung bleiben. Wer wird wohl ab heute das Gegengewicht zu den ef-Paleos darstellen?

Bisher sind die Abschiedsbotschaften von Matt Jenny und Christian Hoffmann erschienen.

Libertäre Plattform stellt Thesenpapier vor

Januar 14, 2009

Die libertäre Plattform in der FDP ist ein Zusammenschluss Libertärer mit dem Ziel freiheitliche Positionen in der FDP wieder zu stärkerem Gewicht zu verhelfen. Nun ist ein Thesenpapier zum Thema Schulpolitik erschienen, dass zeigt wie ein liberales Schulsystem aussehen müsste, warum Chancengleichheit ein problematisches Konzept ist und warum der deutsche Schulzwang eine unrühmliche Ausnahme darstellt. Insgesamt sehr lesenswert, wenn auch etwas länglich.

Erkenntnistheorie in den Weltanschauungen

Januar 12, 2009

Nach vielen Auseinandersetzungen mit Menschen aus allen politischen Lagern, denke ich innerhalb dieser Lager bestimmte Gemeinsamkeiten ausmachen zu können. Eine der wichtigsten gemeinsamen Nennern der Anhänger einer bestimmten Weltanschauung ist ohne Zweifel, die Art und Weise wie der Wahrheitsgehalt einer Aussage ermittelt wird. Es geht in diesem Artikel also im die implizite Erkenntnistheorie, die mit einer Weltanschauung einhergeht.

Implizit ist diese Erkenntnistheorie daher, weil ich mich auf die Methode beziehe, mit der tatsächlich Argumente gewonnen werden und nicht auf die öffentlich gemachten Reflektionen der entsprechenden Anhänger, allein schon weil die meisten Kommentatoren ihre Erkenntnistheorie nicht reflektieren.

Am leichtesten fällt es die implizite Erkenntnistheorie der Linken zu identifizieren. Häufig werden Verweise auf ökonomisch Zusammenhänge mit der Behauptung beiseite gewischt, diese seien ein Produkt des kapitalistischen Systems und würden nur für diese Geltung besitzen. Interessant sind auch die Mittel, mit denen Andersdenkende als National Sozialisten identifiziert werden, die ohne das ausführen zu wollen schon formallogisch fehlerhaft sind. Der typische Linke lehnt also schon die Vorstellung ab, dass es in der Wirklichkeit festgelegte Strukturen gibt, die auf wissenschaftliche Weise erkannt werden können. Theorien über solche Strukturen seinen das Produkt der Sozialisation, des Klassenstandpunktes oder ein Mittel um eigene Interessen durchzusetzen. Dies ist die Position des Konstruktivismus, Begriffe entstehen diesem zufolge nicht als Abstraktionen der Wahrnehmungen, sondern die Wahrnehmung wird den Begriffen so angepasst, dass diese einen Sinn ergibt. Die Wahrnehmung könne somit nicht herangezogen werden, um Aussagen ihrer Adäquatheit nach zu beurteilen, alle Theorien seien gleichwertig.

Dieser Befund wirkt verblüffend haben Linke doch ihre eigenen Theorien über politische Zusammenhänge. Dieser Wiederspruch lässt sich lösen, wenn man davon ausgeht, dass linke Theorien nicht als Tatsachenbehauptung gemeint sind, sondern als Mittel der politischen Auseinandersetzung, etwas gilt als richtig, wenn es dem linken Programm nutzt, eine empirische Überprüfung ist nicht erwünscht. So ist z.B. die marxistische Arbeitswertlehre so formuliert, dass sich aus ihr keine Voraussagen über das wirtschaftliche Geschehen machen kann (die Krisentheorie wurde von Marx nie geschlossen formuliert, das Gesetz der fallenden Profitraten ist ein alleinstehendes Postulat, sie widersprechen meiner Aussage also auch nicht), jedoch folgt aus ihr die politische Forderung, dass Kapitaleinkommen eigentlich den Arbeitnehmern zustünden.

Da die Aussagen von Linken nicht als Tatsachenbehauptung gemein sind, sind direkte Angriffe gegen sie meist undankbar: Linke werden beliebig viele ad-hoc-Annahmen machen um sie zu stützen und selbst vor logischen Widersprüchen nicht halt machen. Dies ist die Ursache dafür, dass man oft den Eindruck hat Linke würden sich das analytische und differenzierte Denken abgewöhnen.

Anders verhält es sich mit dem Ansatz der Liberalen, sie bedienen sich in der Argumentation ökonomischer Modelle und deduktiven Schlüssen, die von allgemeinen Prinzipien gestützt werden, sowie historischen Beispielen. Sie gehen also davon aus, dass die Wirklichkeit Strukturen enthält, die der menschlichen Erkenntnis zugänglich sind, womit ihre implizite Erkenntnistheorie dem Realismus zuzuordnen ist. Liberale glauben Aussagen über die Welt machen zu können, die diese adäquat beschreibt, da sie sich jedoch bewusst sind, das sie nicht über alle relevanten Informationen verfügen, rechnen sie damit, das es zu Ereignissen kommt, die ihren Erwartungen widersprechen. Daher kann man weiter präzisieren, dass Liberale in der Regel hypothetische Realisten sind, die bereit sind ihr Urteil über die Welt zu revidieren. So fanden etwa der Keynesianismus und der Monetarismus ihren Niederschlag in der Entwicklung des Neoliberalismus. Daraus darf natürlich nicht gefolgert werden Liberale seinen in erster Linie Empiriker, in der Rechtsbegründung gehen sie fast ausschließlich von a priori Überlegungen aus, auch die Österreichische Schule legte wenig Wert auf empirische Fakten.

Die implizite Erkenntnistheorie der Konservativen abzuschätzen fällt am schwersten: Zum einen bewegt sich ihr Denken stark im Abstrakten, Begriffe wie Gott, Treue und Tradition spielen eine wichtige Rolle, auch das organische Staatsverständnis ist hier zu Hause, zum anderen bedient sich die konservative Argumentation primär ultraempirischer Disziplinen, wie Historie und positivem Recht. An wirtschaftlichen Fragen hat der typische Konservative kaum Interesse, meist hegt er antikapitalistische Ressentiments oder übernimmt liberale Positionen.

Die eigene Position findet der Konservative mittels empirischer Induktion: was heute richtig und geeignet ist das Leben zu bewältigen wird es auch morgen noch sein. Interessant ist hier das Fehlen theoretischer Hilfsbegriffe, wie sie beim Bilden wissenschaftlichen Hypothesen üblich sind, die der direkten Überprüfung nicht zugänglich sind. So wird aus der Nützlichkeit des Christentums, auf die der Zehn Gebote und spezieller des Tötungsverbots geschlossen und so etwa die Abtreibung verworfen, aber keine rechtstheoretischen Überlegungen dazu angestellt. Auch komplexe Konstrukte wie die Ehe oder der Staat werden nicht in ihren Bestanteilen analysiert.

Insgesamt zeichnet sich der Konservativismus durch eine Skepsis gegenüber theoretischer Überlegungen aus, hat aber keine Hemmungen sich abstrakter, komplexer Begriffe zu bedienen. Die plausibelste Erklärung dafür ist, dass sich der Konservative nicht bewusst ist, das diese Begriffe der Wahrnehmung nicht unmittelbar zugänglich ist, da z.B. das organische Staatsverständnis ihn davon abschirmen. Um die Sache zusätzlich zu komplizieren betrifft die Skepsis gegenüber dem über das Unmittelbare hinausgehende, nur die eigene Position, gegenüber politischen Gegnern bringen Konservative oft weitreichende theoretische Überlegungen an. Sie lassen sich am ehesten als radikale Empiriker beschreiben, auch wenn das das Außenverhältnis nicht richtig wiedergibt.

Nachtrag:

Aus den geschilderten Beobachtungen geht hervor, dass die Art und Weise wie die Anhänger der verschiedenen Weltanschauung Erkenntnisse gewinnen stark voneinander abweicht. Die Frage wie es dazu kommt muss ich offenlassen, fest steht jedoch, dass die jeweilige implizite Erkenntnistheorie dazu verwendet werden kann Informationen zu verwerfen, die nicht ins Weltbild passen. Dies macht den Versuch andere von seinen Ansichten zu überzeugen zu einer undankbaren Angelegenheit. Positiv ist aufgefallen, dass die liberale Art die Welt zu begreifen der wissenschaftlichen Methode und dem gesunden Menschenverstand am nächsten kommt. Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die großen liberalen Theoretiker häufiger Quasi-Transzendentalphilosophie betrieben, d.h. sie fragen, was die Bedingungen sind bestimmte Erfahrungen machen/auf betimmte Art handeln zu können und leiten daraus ihre Schlusse ab. (Die Österreicher und mit ihnen Rothbard und Hoppe gehen so vor.) In diesem Blog will ich dazu beitragen hier mehr Gleichgewicht zu schaffen und das empirische Fundament des Liberalismus stärker hervor treten zu lassen.

Manipulative Charaktere – Zwei, Der Panikmacher

Dezember 30, 2008

Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen, da es aber gut passt, habe ich ihn vorverlegt.

Informationen aus Bereichen die wir nur oberflächlich kennen, spielen in unserem Leben eine nicht unbedeutende Rolle. Es ist wichtig ein Bild über die ökonomische und ökologische Situation zu haben und es wird erwartet zu politischen Fragen eine fundierte Meinung zu haben. Dazu ist jeder auf Fakten angewiesen, deren Objektivität der Nichtexperte nicht ohne weiteres beurteilen kann. Dieser Umstand ermöglicht dem Panikmacher sein Geschäft. Es handelt sich bei diesem Charakter um eine Person, die von der Bekämpfung oder Erforschung einer bestimmten Gegebenheit lebt und versucht dessen Relevanz aufzubauschen. In geringen Umfang wird ein solches Aufbauschen erwartet und eingepreist, diese Art der Manipulation ist lässlich, daher sollte man von einem Panikmacher im eigentlichen Sinn nur sprechen, wenn er eine Strategie verwendet, die diese Abwehrmechanismen umgeht. Warum das einen qualitativen Unterschied macht, sollte am Ende meiner Erörterung deutlich geworden sein.

Um ein kritisches Hinterfragen der Objektivität und Expertise des Panikmachers zu verhindern, ist es notwendig das betreffende Thema mit starken Gefühlen zu verbinden: Aus der Interessensvertretung arbeitender Frauen (Gleichstellungsbeauftragte) werden Kämpferinnen, pardon KämpferInnen gegen die patriarchale Unterdrückung (Mitleid); Aus deindustrialisierten Landwirten die Avantgarde für ein Leben im Einklang mit der Natur (Harmonie). Gelingt dies wird das Thema nichtmehr von Sachfragen bestimmt, Stellungnahmen hier sind zu einer Frage der Moral geworden. Abweichende Meinungen sind nichtmehr auf andere Bewertungen oder Wissensstände zurückzuführen, sondern auf Bösartigkeit. Wer es wagt dem Feminismus zu widersprechen muss ein vorgestriger Chauvinist oder gar Frauenhasser sein, wer gegen Ökolandbau ist, ein rücksichtsloser Materialist. Karl Popper nennt Gedanken, deren Leugnen als verwerflich angesehen wird, verstärkte Dogmen. Positionen die auf verstärkten Dogmen beruhen haben sich gegen Kritik immunisiert.

Typischerweise wird von Panikmachern eine Ansammlung von Fakten zu einer zusammenhängenden Ideologie, mit Wertungen und weiteren Immunisierungen, ausgebaut. Beliebt ist es beispielsweise dem Weltbild entgegenstehende Informationen auf Interessen zurückzuführen. (Studie von der Industrie bezahlt, Kritiker steht den Rechten ideologisch nahe, usw.) Meist wird hierbei sowohl übersehen, dass dies nicht ausreicht um Informationen zu verwerfen, als auch dass die Zusammenstellung, der das Weltbild stützenden Informationen nicht weniger durch Interessen beeinflusst wurde. Die Akzeptanz verstärkten Dogmen wird als Vorbedingung für Gespräche eingefordert: Feministen etwa erwarten von einer gesprächsfähigen Person, dass sie die Strukturelle Unterdrückung der Frau, anerkennt. Strukturell meint, dass die Unterdrückung den Unterdrückten gar nicht bewusst ist, sondern erst durch linke Ide…, Ähm Theorie sichtbar wird.

Verstärkte Dogmen muten pathologisch an, so wird man jeden Verdacht zurückweisen, dass derartiges allgemein akzeptiert wird. Doch genau das ist der Fall. Die Feministen konnten das Schema „Frauen sind benachteiligt“ als Dogma etablieren, die Demokraten „Mehrheitsentscheidungen können Recht setzen“ und Ökologisten „Der Klimawandel kann und muss verhindert werden“.

Die Folgen sind verheerend: In dem Maß in dem sich verstärkte Dogmen ansammeln wird das gesellschaftliche Klima vergiftet, persönliche und verleumderische Attacken gegen politische Gegner gelten als legitim, intellektuelle Redlichkeit gilt nichts mehr. Da Probleme nicht mehr sachlich diskutiert werden können, leidet die Fähigkeit der Gesellschaft angemessene Lösungen zu finden. Zudem verläuft die mediale Aufmerksamkeit in absurden Bahnen, Probleme die eigentlich zu vernachlässigen sind, etwa die Benachteiligungen von Frauen oder Rechtsextremismus verdrängen relevantere Themen (daher die Bezeichnung Panikmacher).

Da sich jeder, der eine Information weiterreicht, dazu angehalten fühlt diese im Sinne der Panikmacher zu verzerren und eine Nachricht sehr viele Stationen durchläuft, sammeln sich in der veröffentlichen Nachricht solche Verzerrungen viel stärker an als man naiver Weise schätzen würde. Diese extreme Verzerrungen fallen auf, auch wenn die Meisten nicht in der Lage sind den Finger in die Wunde zu legen und genau benennen können warum eine Nachricht nicht in der präsentierten Form stimmen kann. Auf diese Weise wird die Glaubwürdigkeit der Medien beschädigt. So wie die Glaubwürdigkeit der Politik bereits zerstört ist und die der Wissenschaft bedroht ist. Vermutlich werden die Probleme andauern bis in einem dramatischen Prozess die Eliten ausgetauscht werden. Dann sind Politik und Gesellschaft eine Zeit lang überdurchschnittlich leistungsfähig bis sich erneut verstärkte Dogmen ansammeln, diesmal vielleicht die einer anderer Weltanschauungen. Eine dauerhafte Lösung ist schwierig zu finden, denn schon im Mittelalter verwendete die Kirche Dogmen, um sich Ressourcen zu sichern. Vermutlich bleibt das Problem bestehen solange es einheitliche intellektuelle Eliten gibt. Bis eine Lösung gefunden wurde ist es ratsam zu verhindern selbst Dogmen zu internalisieren, denn ohne Brett vor dem Kopf lassen sich persönliche Probleme besser lösen und man muss auch nicht an eingebildeten Sorgen verzweifeln.

Damit dies gelingen kann, ist es eine Voraussetzung sich nicht an den Hexenjagten zu beteiligen. Es gibt keine Meinung die ein Verbrechen ist. Solide Kenntnisse in Ökonomie und Naturwissenschaften sind äußerst hilfreich. Fähigkeiten, wie man korrekte Argumente von Eristik unterscheiden kann, lassen sich zwar in der Blogosphäre erwerben, mittels Bücher über formale Logik und Rhetorik macht man hier jedoch schnellere Fortschritte. Auch wenn auf gesamtgesellschaftlicher Ebene es gegen Panikmacher keine dauerhafte Verteidigung gibt, so sind die Chancen Einzelner sich von Dogmen frei zu machen sehr gut.

Manipulative Charaktere – Eins, Die Romantikerin

Dezember 2, 2008

Mit die verbreitesten Manipulationen sind die Vorstellung, die die Kultur von der Liebe entwirft. Verbreitet werden sie durch Liebesfilme bis hin zu Ratgebern. Manipulativ sind diese Vorstellungen, weil sie zum einen dazu dienen, unsere Ängste zu rationalisieren, andererseits geben sie vor allem Frauen Rechtfertigungen für dreiste Forderungen und Verhaltensweisen. Obwohl die meisten Menschen die romantischen Vorstellungen als naiv abtun, gilt es als unhöflich sie in aller Schärfe zu kritisieren. Einige Beipiele:

‚Die Liebe ist das wichtigste im Leben‘ – Natürlich trägt eine intime Beziehung ungemein zur Lebenszufriedenheit bei, diesen Satz jedoch ernst zu nehmen würde bedeuten alle jenen, die aus verschiedenen Gründen keinen Partner finden, zum Unglück zu verurteilen. Die Verzweiflung, mit der einige Singles ihre Suche nach Liebe betreiben, ist ein Ergebnis dieser Vorstellung. Völlig unglaubwürdig wird sie, wenn man gelernt hat Shit-Test zu erkennen oder Gelegenheit hatte zu beobachten, wie sich wirtschaftliche Durststrecken auf das Bindungsverhalten von Frauen auswirken. Nach solchen Erfahrungen fragt mann sich, ob es nicht entspanntere Wege zum Glück gibt.

‚Es gibt den Richtigen‘ – Dieser Satz impliziert, dass das Scheitern in der Liebe nicht auf eigene Unzulänglichkeiten zurückzuführen ist, sondern auf eine Art Inkompatibilität. Jemand der dies zu ernst nimmt, wird um die Möglichkeit betrogen durch Arbeit am eigenen Charakter überhaupt erst die Fähigkeit zu erlangen eine erfüllende Beziehung zu führen, unabhängig davon ob man in einer Beziehung ist oder eine sucht. (Dieser Satz darf keinen Falls als Aufforderung verstanden werden sich dem Partner anzupassen.) Man sollte sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es einfacher ist sich selbst zu ändern als Andere.

Ein zweites ist in der Vorstellung angelegt, die Auffassung das wahre Liebe, hat sie sich einmal entfaltet, mehr oder statisch ist; Liebe ist quasi die Konsequenz zweier kompatibler Charaktere und nicht die eines bestimmten Verhaltens. Diese Auffassung führt etwa dazu, dass jemandem, der eine Beziehung einmal angezweifelt hat, vorgeworfen wird niemals wirklich geliebt zu haben oder zu der eitlen Hoffnung, dass die gegenseitigen Gefühle nicht enden werden. In Wirklichkeit ist diese Art von Gefühlen sogar äußerst dynamisch, verhält sich der Partner nicht mehr auf eine Art und Weise, die die Anziehung begründet, verfliegen sie. Hat es ein Mann geschafft eine Frau zu verführen, muss er diese Verführung solange fortsetzen, wie er Interesse an ihr hat.

‚Eifersucht ist proportional zur Intensität der Liebe‘- Eifersucht wird als Liebesbeweis gesehen, fehlende Eifersucht als Indiz führ die Abwesenheit tiefer Gefühle. Tatsächlich ist Eifersucht nicht anderes als Verlustangst und das Gefühl nicht genügend wert für den Partner zu sein. Äußerst unattraktive Eigenschaften, also ist es ratsam die eigene Eifersucht nicht zu zeigen, nicht auszuleben und nach Möglichkeit zu überwinden. Frauen versuchen häufig Männer eifersüchtig zu machen, um sich sicher zu sein diese gebunden zu haben. Stellt sie fest das sie ihn nicht ausreichend gebunden hat ist das zwar frustrierend für sie, sie wird aber mehr in die Beziehung investieren. Daher wird sie, um sich die Frustration zu ersparen, den Mann ermutigen seine Eifersucht offen zu zeigen, der Ursprung der Vorstellung Eifersucht sei gesund.

Die Liste lässt sich noch und noch verlänger, wer sich vor dem Romantizismus schützen will, dem empfehle ich sich in Pick-Up einzulesen. Man tut der Liebe unrecht, wenn man versucht sie zu einem Ideal zu überhöhen, dem sie nicht entsprechen kann. Überzogene Erwartungen sind der sicherste Weg zur Enttäuschung. Baut man seinen Lebensplan auf solche Ideale und Erwartungen, kann die folgende Enttäuschung existenzvernichtend sein.

Über den Zusammenhang von Maskulismus und Libertarismus

Dezember 1, 2008

Über ‚Die Söhne von Perseus‘ bin ich auf einen Text aufmerksam geworden, der die Verbindung von Maskulismus und Libertarismus thematisiert, gestoßen. Der Autor verneint die Frage, ob es eine Schnittmenge zwischen den Zielen beider Ideologien gebe. Es sei „vollkommen irrelevant welches Geschlecht nun mehr unter diesem System zu leiden hat“. Ich teile diese Ansicht nicht, es gibt zwischen Maskulismus und Libertarismus zahlreiche personale und inhaltliche Parallelen.

Die personalen Parallelen bestehen in dem Umstand, dass überdurchschnittlich viele Libertäre Maskulisten sind und vermutlich auch umgekehrt und dass die meisten Libertären und Maskulisten zumindest von der jeweiligen anderen Position Kenntnis haben, was ansonsten eher die Ausnahme ist. Meines Erachtens lässt sich dieser Umstand auf einen ähnlichen Charakter und ähnliche Biographie der Anhänger beider Anschauungen zurückführen. Beide neigen dazu nonkonformistische Ansichten in Erwägung zuziehen, bringen die Fähigkeit mit in verschiedenen Vorkommnissen Zusammenhänge zu entdecken und sind bereit aus diesen Konsequenzen zu ziehen. Viele Maskulisten sind auf Grund einer Lebenskrise mit maskulistischen Ideen in Berührung gekommen. Ich vermute aus meinen Erfahrungen heraus das Libertäre dazu neigen in diese Art von Krisen zu geraten.

Inhaltliche Parallelen verdanken sich zunächst dem wechselseitigen Verhältnis von Theorie und Empirie: Die Missstände, die der Maskulismus entdeckt und anprangert, entsprechen genau denen, die ein Libertärer in einem Staatwesen wie dem unsrigen erwartet: Interessensgruppen gelingt es den Staat ideologisch zu beeinflussen, so dass dieser zum einen die Ideologie fördert und vor Kritik schützt, zum anderen der Interessensgruppe auf Kosten von anderen Vorteile gewährt. Die Geschichte des Feminismus ist eine hervorragende Demonstration der Etatismustheorie. Bekämpft der Libertarismus alle Arten von Kollektivismus mit axiomatisch-prinzipiellen Ansätzen, bekämpft der Maskulismus die von Politik und Feminismus konstruierten Geschlechtsbilder mittels empirischer Faktenberge. Daher ist es für einen Libertären oder Maskulisten äußerst nützlich die Ideen und Entdeckungen des anderen zu kennen. Neben den Parallelen die die Realitätsbeschreibung beider Bewegungen berühren finden sich auch welche auf der Ebene der Ideale: Für beide Ideen spielt die Eigenverantwortung eine zentrale Rolle: im Libertarismus hat der Einzelne allumfassende Eigenverantwortung, der Maskulimus ist die Gegenbewegung zu den Versuchen Frauen aus jeder Art von Eigenverantwortung zu entheben.

An dieser Stelle schließe ich den Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es sollte deutlich geworden sein, dass Maskulismus und Libertarismus so viele Berührungspunkte aufweisen, dass es sich lohnt darüber zu spekulieren, ob beides nur verschiedene Aspekte einer Seite einer tieferen Polarität sind. Zuletzt eine Wahrung: die Parallelen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass man für ein Bekenntnis zum Maskulismus oder Libertarismus eine große innere Hürde, die Aufgabe gewohnter Denkmuster und Wertvorstellungen, überwinden muss, sodass die meisten Anhänger einer der beiden Ideen der jeweils anderen eher skeptisch bis feindselig gegenüber stehen.

Manipulative Charaktere – Null, Auftakt

November 27, 2008

Vor etwa zwei Jahren fing ich an Erfahrungen zu machen, die heute meine Wahrnehmung der Welt entschieden geprägt haben und zwar so stark, dass sie sich weit von der des Durchschnittsbürgers entfernt hat.

Die erste Phase begann als ich über einige Libertäre Blogs und Seiten stolperte. Als Liberaler, der ich damals war, hatte ich sowieso eine große Affinität zu den dort präsentierten Gedanken. Die kritische Sichtweise auf den Staat und seine Akteure und die Erkenntnis, das Eigeninteresse die Politik weit stärker bestimmen, als man es für gewöhnlich wahrnimmt, überzeugten mich sehr schnell. Länger brauchte es um auch das Non-aggression principle zu akzeptieren. Obwohl ich es als evident empfand, erschienen mir einige Konsequenzen (z.B. Streichung der Sozialhilfe) als zu krass. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fiel mir auf das die Verluste entweder zu vernachlässigen waren oder häufiger die Lösungen, die sich in einer Freien Gesellschaft ergeben, denen die uns der Staat aufzwingt überlegen sind. Im Laufe dieses Prozessen änderte sich auch die Art, wie ich Politikerstatements betrachtete: wo ich zuvor die Absicht zu argumentieren und Handlungen zu begründen sah, konnte ich später nur noch Bullshit sehen, Politikern ist es völlig egal was sie sagen und welche Konsequenzen ihr tun hat, solange es der Öffentlichkeit positiv erscheint.

Der Auslöser der zweiten Phase, etwa ein dreiviertel Jahr später, war privater Natur und will ich hier nicht breittreten. Er führte zu der Erkenntnis das die Form von Beziehungen und das Verhalten das in ihnen erwartet wird zur emotional und materiellen Ausbeutung der Männer führen. Auf der Suche nach ähnlich denkenden Menschen probierte ich das Stichwort Maskulismus aus und wurde zu meiner Überraschung fündig. Es war zwar nicht exakt das worauf ich aus war, Meinungen zum privaten Geschlechterverhältnis, aber es passte zu den Folgerungen, die sich aus meinen Erfahrungen ergaben. Dinge, über die ich mich kurz geärgert und dann vergessen habe, gerieten in Zusammenhang und bekamen neues Gewicht. Nachdem ich alles gelesen hatte, was die maskulistischen Seiten hergaben, bestand für mich kein Zweifel mehr: Männer werden in diesem Staat als Menschen zweiter Klasse angesehen. Im Laufe diesen Prozesses begann ich die Medien in einem anderen Licht zu sehen: Anstelle eines Pluralismus von Meinungen, wird versucht ein einheitliches Paradigma durchzusetzen und dies beängstigend erfolgreich.

Nach etwa zwei Monaten hatte ich genug von den Geschlechterfragen auf gesellschaftlicher Ebene und wand mich wieder der zwischenmenschlichen zu, nach kurzer Zeit stieß ich auf Pick-Up, was die dritte und letzte Phase meines Paradigmenwechsels einläutete. Bei Pick-Up handelt es sich um die Beschäftigung junger Männer Frauen zum Sex zu bewegen in systematische Form gebracht. Die Erfahrungen von Tausenden wurden gesammelt und einige grundlegende Einsichten aus ihnen gewonnen. Es wurde identifiziert mit wem, welche Frau Beziehungen eingeht und mit welchen sie schläft, für Details empfehle ich ‚Lob des Sexismus‘,Lodovico Satana oder das Forum aus dem Randfenster. Meine Ansichten über Frauen änderte sich erstaunlich wenig, dass hat der Auslöser der zweiten Phase schon zu genüge, aber sie wurden differenzierter und valider: Frauen täuschen und testen Männer mit größter Ausdauer, ohne die geringste Spur eines Schuldbewusstseins zu haben.

Allen diesen Entwicklungen war gemeinsam, dass ich mich mit Manipulationen sehr grundlegender Art auseinandersetzen musste. Im Laufe der Zeit begann ich anders über Statements politischer und ideologischer Gegner zu denken. Hielt ich es früher für wahrscheinlich, dass auch sie eine gewisse Berechtigung haben, neige ich nun dazu sie zunächst als Bullshit zu betrachten. Rechnete ich damals damit, dass mein Kontrahent genau so recht hatte wie ich, verwerfe ich heute diese Möglichkeit als allererstes. Damit geht zwar eine Möglichkeit verloren die eigene Meinung zu hinterfragen und sich weiter zu entwickeln, beseitigt aber auch viele Widersprüchlichkeiten, die mich früher verwirrt haben. Tatsächlich ging diese Verwirrung z.T. so weit das ich zeitweise an meinen Verstand zweifelte. Überwunden wurden diese Zweifel erst als ich mich zu folgender Erkenntnis durchrang: „Die Wirklichkeit macht mehr Sinn, wenn Du annimmst sie ist so, wie Du sie wahrnimmst, als wenn du denen Glauben schenkst, die behaupten sie sei anders. Du bist nicht wahnsinnig, andere versuchen dich zu manipulieren“. Es ist überraschend, wie verbreitet Manipulationen schon in Alltagswahrheiten, die fast jeder für richtig hält, sind. Daher will ich eine Serie von Artikeln schreiben, die sich mit einigen verbreiteten oder interessanten Arten von Manipulatoren, ihrer Motivation und was man ihnen entgegensetzen kann beschäftigt. Es würde mich interessieren welche Leser ähnliche Erfahrungen gemacht haben.